Die Grafik zur Biodiversität
Wie viel Raum braucht ein Gewässer?
Der gesamte Gewässerraum umfasst die natürliche Gerinnesohlenbreite sowie die beidseitig anschliessenden Landlebensräume (Uferbereich). Letztere sind zentral, damit der Gewässerraum seine ökologischen (z. B. Lebensraum, Stoffflüsse, Pufferzone) und geomorphologischen (z. B. Hochwasserschutz, Platz für Dynamik) Funktionen erfüllen kann. Die Grafik zeigt, welche landseitigen Breiten des Gewässerraums dafür nötig sind. Je nach Funktion – etwa Erosionsschutz, Laubeintrag oder Lebensraum für Wasser- und Landlebewesen – unterscheiden sich minimale und optimale Breiten deutlich. Die Mindestgrösse des gesetzlich festgelegten Gewässerraums wird nach der Grösse des Gewässers berechnet. In den allermeisten Fällen decken diese Mindestgrössen das hier aufgezeigte ökologisch notwendige Minimum nur knapp oder gar nicht ab.
Kontakt: Florian Altermatt, Universität Zürich und Eawag,
Fokus dieser HOTSPOT-Ausgabe
- Editorial
- Ohne Monitoring tappen wir beim Gewässerschutz im Dunkeln
- Beobachten, verstehen, handeln: NAWA als Kompass für den Gewässerschutz
- Flüsse und Bäche revitalisieren - und daraus lernen!
- Fische als Bioindikatoren zeigen Zustand unserer Gewässer
- Gewässerdaten zeigen Defizite - Lösungen entstehen im Dialog
- Quell-Lebensräume im Jura: Inventar, Schutz und Revitalisierung
- Biodiversität im Grundwasser: Wertvoll, aber noch zu wenig beachtet
- Der Hallwilersee: ein Landschaftsjuwel als Langzeitpatient

